Sommertörn 2018, von Berlin zur Ostsee, oder Kanal, Kanal, Kanal

von levi / am 13.07.2018 / in Reisen

08. Juli’18
Heute war ein arbeitsreicher Tag, die restlichen Arbeiten an Ikterus mußten noch erledigt werden. Aus der segelnden Baustelle mußte ein Ferientaugliches Schiff gemacht werden. Dann noch den Mast gelegt und am Abend hat die ganze Familie die mitfahrenden Sachen und den Proviant gebunkert.
Jetzt sitze ich mit Fritz an Bord und wir lassen den Abend ausklingen.
Morgen wollen wir über den Teltowkanal, Potsdam nach Brandenburg (ca 80 km) fahren, also früh raus und mal sehen, ob wir es unter 10 Stunden schaffen.

09. Juli’18
Aus früh raus, wurde 9:45 Uhr ablegen (ist ja schließlich Urlaub). Wir fuhren die Spree bis zum Britzer Zweigkanal, weiter auf dem Teltowkanal zur Schleuse Klein Machnow. Nach ca. 20 Minuten Wartezeit an der Schleuse ging es weiter. Im Unterwasser warteten ungefähr 20-30 Sportboote auf die Schleusung, ein Glück wir fahren in die andere Richtung. Nach dem passieren der Glienicker Brücke, sollte unser Kurs schließlich weiter zur Havel gehen.
Die Havel ist wirklich toll, trotz Ausbau für die Großschifffahrt kann man den alten mäandernden Verlauf der Altarme noch nachvollziehen. Schließlich erreichten wir Brandenburg an der Havel und nehmen den idyllischen Stadtkanal und ohne Wartezeit wurden wir in der Stadtschleuse (max Durchfahrthöhe 2,75m!) abwärts geschleust. Die Suche nach einem Liegeplatz gestaltet sich ein wenig schwierig, aber schließlich finden wir einen am Wasserwander Rastplatz „Alte Feuerwache“
WC, Duschen und eine Küche mit Aufenthaltsraum sind vorhanden und echt prima, nur der Wasserstand ist grenzwertig.

10. Juli’18
Frühstück, Zielabsprache und „schon „konnten wir um 10 Uhr ablegen. Zuerst folgten wir dem Stadtkanal von Brandenburg und später über den Breitling See und den Plauer See bis zum Elbe – Havel – Kanal. Bis zum Kanal ist alles super und dann folgte nur noch Grossschiffahrtkanal. Bei den Schleusen Wusterwitz und Zerbig mußten wir nur kurz warten und konnten dann schnell die Fahrt bis Burg fortsetzen. Hier machten wir im Kanuclub fest.

11. Juli’18

Wasserstraßenkreuz bei Magdeburg

Kanal, Kanal, Kanal bis Rühen 10km vor Wolfsburg, zu guter letzt gab es noch eine Dusche mit Gewitter.
Sabine suchte wie schon die letzten Tage die Fahrradwege und kam fast drei Stunden später an.
Der Liegeplatz war soweit gut, mit Direktanschluß an einen Griechen

12. Juli’18


Wolfsburg, Schleuse Sühlfeld 1h Wartezeit
Kanal, Kanal, Kanal
Sportboothafen Wittingen fest und in der Hafenklause lecker gegessen.

Freitag der 13. Juli’18

Ganz in Ruhe Frühstück gegessen und in Ruhe abgelegt. Die 20 km bis zur Schleuse Uelzen sind für uns nach den letzten langen Tagen keine Entfernung mehr. Unterwegs in ……… noch einen Tankstopp eingelegt.
Auf den Rückweg von der 2km entfernten Tankstelle hat mich ein anderer Segler aufgegriffen und mit seinem Auto zurück zum Kanal zurück gefahren. Er sagte das er keinen Segler laufen sehen kann und demnächst will er sein Schiff nach Brasilien überführen und dort leben.
Das Schiffshebewerk Uelzen haben wir mit einer Punktlandung genommen. 23 m Hub ist schon beeindruckend.

Den restlichen Tag haben wir in Uelzen verbracht und unter anderem den von Hundertwasser umgestalteten Bahnhof angesehen.

14Juli’18

Kanalfahrt bis zum Schiffshebewerk Scharnebeck, dort mußten wir 1,5 h warten und sind dann nach 3 min Fahrt, 36 m tiefer wieder im Kanal gelandet.

Die letzten 10 km des ESK und wir sind endlich in die Elbe eingebogen.

Hier springt das Fahrwasser von einem Ufer zum anderen, das bekommt man locker hin.
Wir sind in der Marina Lauenburg angelandet.

Unser Ziel ist morgen Mölln und nicht Lübeck. Das liegt daran, das eine Schleuse im Kanal ab 12:00Uhr nicht bedient werden kann, somit können wir uns die Eulenspiegel Stadt anschauen.

15.Juli’18

Das fängt ja gut. Fast 2 Stunden warten an der Schleuse in Lauenburg, aber dann geht’s im Konvoi bis Mölln weiter.

Eine Stunde vor Ankunft lassen die MoBo-Fahrer die Sau raus und überholen. Denn nur die ersten erhalten einen Liegeplatz, völlig unentspannt.

Mölln ist ganz nett und nach Kaffee und Kuchen erleben wir noch beim Minigolf ein Jazz Konzert im Kurpark.

16.Juli’18

Wir sitzen gerade beim Frühstück, da wird zum Aufbruch geblasen. Ein dänischer MoBo Fahrer ordnet die ganze Sache und stellt mal kurz einen Konvoi zusammen, somit erscheinen 10 Boote an der ersten Schleuse.
Dadurch erfolgt das Schleusen bei allen 5 Schleusen immer schnell und wir kommen ohne Wartezeit bis Lübeck voran.
Der Hansahafen ist gut gefüllt, das liegt an der Geschwarderfahrt des Königlich Dänischen Yachtclub, welcher fast alle Liegeplätze belegt.
Wir bekommen aber einen ab.


Es folgt Stadtbesichtigung mit Holstentor, Rathaus, Eisessen usw.

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