Kanalfahrt im Altweibersommer

von levi / am 30.08.2017 / in Reisen

Freitag der 25.August,

wir starten einige Zeit nach den meisten Yachten von der Marina Oderberg, weil wir noch in Ruhe frühstücken wollen und erreichen das Schiffshebewerk in Niederfinow, wo schon echt viele Sportboote warten. Wir hätten ins Päckchen gehen müssen, aber in diesem Moment werden die Sportboote aufgefordert einzufahren und alle winken uns sofort vorbei und somit können wir einen Platz ganz vorn im Trog einnehmen.Weiter geht die Fahrt 36 m höher auf dem Havel-Oder-Kanal, bei Eberswalde überholen wir eine Schubeinheit mit sage und schreibe 0,0001 kn mehr Fahrt, aber es klappt dank der Kraft der 5PS.

Später biegen wir in den im Jahr 2016 wiedereröffneten Finowkanal, speziell den sogenannten „Langen Trödel “ bei Zerpenschleuse ab. Man braucht für die 10 km mit einer Schleuse und 3 Klapp- bzw. Hubbrücken ca. 4 Stunden. Es ist traumhaft schön, aber man sollte es nicht eilig haben.

Den Takt diktieren die Bauwerke und deren Bediener. Der Kanal ist für 1,40m Tiefgang freigegeben, aber es rumpelte trotz unserer 1,20m zwei mal. Der Hafenmeister von Liebenwalde meint, das man die Stellen melden soll wo man Berührung mit alten versunkenen Bäume hatte und diese werden umgehend geborgen. Beim Ligeplatz in Liebenwalde bekomme ich ein frisch gezapftes Bier und es gibt Fischbrötchen auf der Terrasse beim Sonnenuntergang. Nur die kleinen Plagegeister stören und recht schnell verziehen sich alle Crews unter Deck.

Samstag der 26 August
Heute wird ein langer Tag, denn wir wollen bis in den Heimathafen durchziehen und müssen die Berliner Innenstadt durchqueren. Schleuse Liebenwalde kein Problem, diese können wir selbst bedienen. Schleuse Lehnitz 10 min Wartezeit und somit sind wir um 15:30 Uhr in Spandau an der Schleuse. Wir wollen keine 3 Stunden warten und beschließen den etwas längeren Weg über den Wannsee und den Teltowkanal mit der Schleuse Kleinmachnow zu nehmen.

Nach der letzten Schleuse, passieren wir den Hafen Tempelhof und das Ulsteinhaus. Wir sind zwar weiter gefahren, dafür sparen wir uns das Gerödel mit der Innenstadt und die Wartezeit bleibt uns auch erspart. Gegen 22:30 Uhr machen wir ziemlich erschöpft bei völliger Dunkelheit im YCBG in der eigenen Box fest. In diesem Moment wird warscheinlich uns zu Ehren in Köpenick ein riesiges Feuerwerk abgebrannt und wir haben einen Logenplatz.

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